Der Bundesrat hat sich vor dem Wochenende für eine gesetzliche Frauenquote in Führungsgremien ausgesprochen. Bis 2023 soll demnach ein Frauenanteil von mindestens 40% in Spitzenpositionen der Wirtschaft herrschen. Die Emanzipationsministerin von NRW Barbara Steffens (GRÜNE) sieht die Frauenquote als Start für den gemeinsamen Weg eines erfolgreicheren Deutschlands. Der stellvertretende Vorsitzende für Programmatik der Jungen Liberalen Ravensburg/Bodensee Daniel Strauss warnt vor dieser Priorisierung: „Mit einer Frauenquote in Aufsichtsräten entzieht man den Entsendungsberechtigten teilweise das Recht der freien Wahl, da man an eine zwingende Aufteilung gebunden wird, die im Zweifelsfall nicht den dementsprechenden Qualifikationen entspricht“. Strauss führt weiterhin aus, dass sich die Haupt- bzw. Gesellschafterversammlung bei der Wahl seiner Vertreter auf den Mensch mit seinen Qualifikationen konzentrieren solle und nicht auf die Erfüllung gesetzlicher Quoten: „Ich fordere deshalb die Bundesregierung dazu auf, sich geschlossen gegen diesen Gesetzentwurf zu stellen“.
David Weber

David Weber

Kreisvorsitzender